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Ukraine

Selenskij-Vertraute in Untersuchungshaft

Foto: Mindaugas Kulbis/AP/dpa
Selenskij steht wegen Fällen von Korruption in seinem Umfeld unter Druck

Kiew. Nach Geldwäschevorwürfen ist die einstige Vizechefin des ukrainischen Präsidentenbüros, Irina Mudra, vom Obersten Antikorruptionsgerichtshof am Dienstag für 60 Tage in Untersuchungshaft geschickt worden. Der Staatsanwaltschaft zufolge wurde als Alternative eine Kautionszahlung von umgerechnet rund 390.000 Euro festgelegt. Ursprünglich hatten die Ermittler Medienberichten zufolge eine Summe von umgerechnet 2,9 Millionen Euro gefordert. Videos zeigten, wie Mudra in Handschellen aus dem Gerichtssaal geführt wurde.

Die Verdächtige sagte übereinstimmenden Medienberichten zufolge, dass sie nicht über diese Summe verfüge. »Ich wende mich an Bekannte, Freunde und versuche die Mittel aufzutreiben«, zitierte das Internetportal Ukrajinska Prawda die Frau. Im Falle einer Kautionszahlung dürfe Mudra Kiew nicht verlassen, müsse zu den Gerichtsterminen erscheinen und dürfe nicht mit Zeugen oder Geschädigten sprechen, hieß es.

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Am Mittwoch vergangener Woche waren die Vorwürfe gegen Mudra und einen Exparlamentsabgeordneten bekanntgeworden. Präsident Wolodimir Selenskij entließ die Vizechefin seines Büros umgehend. Mudra soll den Strafverfolgern zufolge bei der Legalisierung der Kautionssummen in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro unter anderem für Exenergieminister Herman Haluschtschenko in einem früheren Korruptionsfall geholfen haben.

Die Ukraine wird seit dem russischen Angriff 2022 mit Milliardensummen aus dem Westen unterstützt. Regelmäßig gibt es neue Vorwürfe zu Unterschlagungen und Schmiergeldern im Regierungsapparat. Vielfach verlaufen Verfahren jedoch im Sande und führen nicht zu Gefängnisstrafen. (dpa/jW)

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Erschienen am 26.08.2026, Ausland

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