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Meeresbiologie

Haie als Hurrikanpropheten

Newark. Forscher der University of Delaware untersuchen derzeit, ob Haie als mobile Beobachter für Meeresdaten in nahezu Echtzeit dienen können, indem sie Sensoren mit sich führen, die die Meeresbedingungen messen. Dadurch sollen sie Daten für ozeanographische, atmosphärische und Klimamodelle liefern, wie Reuters am 8. August berichtete. Die Sender messen die elektrische Leitfähigkeit des Meeres – eine Größe, die eng mit dem Salzgehalt zusammenhängt – sowie Temperatur und Tiefe. Bei See-Elefanten in den Polarregionen werden entsprechende Geräte bereits eingesetzt. Haie bieten neue Möglichkeiten für solche Forschungsvorhaben, da sie zahlreich und weit verbreitet sind und leichter zugänglich als viele geschützte Meeressäugetiere. Nützlich könnten die Tiere vor allem für die Hurrikanforschung werden. Denn die von ihnen gelieferten Daten geben Aufschluss über die Wärme der oberen Schicht des Ozeans – die sogenannte Mischschicht –, die maßgeblich die Intensität von Hurrikanen bestimmt. Dadurch werden bessere Prognosen über die Stärke von Hurrikanen vor der US-Ostküste möglich. Als Träger der Sender kommen Kurzflossen-Makos, Blauhaie, Glatte Hammerhaie und junge Weiße Haie in Frage. (Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.08.2026, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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