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Extraprofite

ExxonMobil vervielfacht Profit

Foto: Ashley Landis/AP/dpa

Houston. Der US-Ölkonzern ExxonMobil hat seinen Profit im abgelaufenen Quartal dank hoher ⁠Ölpreise infolge des US-israelischen Überfalls auf den Iran mehr als ⁠verdoppelt. Der bereinigte Überschuss stieg auf 14,7 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Damit verzeichnete der nach Marktwert größte ‌US-Ölkonzern das höchste Quartalsergebnis seit vier Jahren. Auch Konkurrenten wie Chevron, Shell und ‌TotalEnergies hatten zuletzt von den gestiegenen Preisen profitiert und Gewinnsprünge vorgelegt.

Die Unsicherheit über die brüchige »Waffenruhe« zwischen den USA und dem Iran trieb den Durchschnittspreis für die Referenzsorte ‌Brent im zweiten Quartal auf 96,68 Dollar pro Barrel (159 Liter). Das entspricht einem ‌Anstieg von 23 ‌Prozent gegenüber den ⁠ersten drei ⁠Monaten des Jahres. Die US-israelische Aggression belastete jedoch auch die Produktion von ExxonMobil, ⁠die von 4,6 Millionen auf 4,5 Millionen ‌Barrel Öläquivalent pro Tag sank. Wegen iranischer Gegenangriffe auf Energieanlagen fielen ⁠in Katar rund 450.000 Barrel Öläquivalent pro Tag an Flüssiggasproduktion aus. Zudem blockiert die Schließung der Straße von Hormus den Export. Ausgeglichen wurden diese Einbußen teilweise durch eine Rekordförderung von mehr als 1,8 Millionen Barrel ‌pro Tag im heimischen Permian Basin, dem größten Ölfördergebiet der USA in Texas und New Mexico.

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Die immensen Profite der Branche rufen ​derweil die Politik auf den Plan: US-Präsident Donald Trump, dessen Privatvermögen allein 2025 um mehr als 2,2 Milliarden Dollar gewachsen ist, hatte im vergangenen Monat eine Untersuchung gegen Ölkonzerne gefordert und ihnen Preiswucher vorgeworfen. (Reuters/jW)

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Erschienen am 01.08.2026, Kapital & Arbeit

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