Vorschlag
Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
Wir haben sie überstanden, die Weltmeisterschaft und Infantino-Shitshow in Trumpistan, samt Anheizen von Tom Cruise vor Finalanpfiff, als wäre er Ben Becker und gleich kämen die Onkelz auf die Bühne. Doch Fußball wird nicht nur da in den Dreck gezogen, wo die FIFA diktiert: 1860 musste nach Insolvenzantrag zwangsabsteigen. Nunmehr dürfen sie nicht einmal das Wappen mit dem Löwen tragen, derweil der ehemalige Klubbesitzer Hasan Ismaik in dem von ihm betriebenen Shop ein Dress anbietet, das so nie auf dem Rasen getragen wird. Parallel testet Dynamo Dresden gegen Union Berlin im MDR, wo ab 16 Uhr in der Regionalliga Nordost der BFC im Leutzscher Holz ranmuss. Noch ein Fußballtip: Ab 18.30 Uhr läuft im RBB die Reportage über Energie Cottbus vor dessen erster Zweitligasaison seit zwölf Jahren.
→ Fußball der Herren. Regionalliga Bayern, 1. Spieltag: 1. FC Schweinfurt – TSV 1860 München. BR, Sa., 14.00 Uhr
Köstliche FeigheitRund um das Städtchen Kymi auf der Insel Euböa wachsen 25.000 Feigenbäume. Dementsprechend wird aufgetischt: Schwein mit Feigen, Feigen im Speckmantel, Salat mit Feigen, Feigenbrot oder auch Chutney. BRD/Frankreich 2021.
→ Zu Tisch. Euböa, Griechenland. Arte, 18.40 Uhr
Toxisch, praktisch, gutRatgeberliteratin Andie (Kate Hudson) nähert sich dem Thema investigativ, indem sie sich erst einen anlacht, um ihn dann schnellstmöglich zu verprellen. Der eine: Werbefuzzi Benny (Matthew McConaughey), der unter Männern gewettet hat, in gleicher Zeit die Olle seines Lebens zu finden – oder wenigstens eine wie Andie. Sollten Maschinen eine Begründung dafür erbringen müssen, warum sie uns derlei Jobs – also Journalismus, Werbebumms, Filmemachen – wegnehmen, wäre eine Vorführung von »How to Lose a Guy in 10 Days« die eine Option. USA 2003.
→ Wie werde ich ihn los – in 10 Tagen. Sixx, So., 20.15 Uhr
MadgeÜber den Rücken der Welt ging ein Schauer, als man in der WM-Finalpause dabei zusehen durfte, wie sie von den debil grinsenden Honigkuchenpferden Ronaldo und Ronaldinho auf den Platz kutschiert wurde: Madonna Louise Ciccone. BRD 2025.
→ Rebel of Pop: Madonna. Arte, So., 21.55 Uhr
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
