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US-Handelsregime

USA kündigen Zölle auf diverse Importe aus Brasilien an

Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
Beim ASEAN-Gipfel im letzten Jahr gab es noch Gespräche zwischen beiden Seiten (Kuala Lumpur, 26.10.2025)

Washington. Die US-Regierung will diverse Importgüter aus Brasilien mit einem Zollsatz in Höhe von 25 Prozent belegen. Ausgenommen seien etwa Produkte, die in den USA nicht ausreichend vorhanden seien oder eine besonders sensible Lieferkette hätten, teilte ein US-Regierungsbeamter am Donnerstag mit. Dazu zählen demnach Erdöl und Gas, Rindfleisch, Orangensaft sowie bestimmte Flugzeugteile. Fällig seien die Zölle ab Mittwoch nächster Woche.

Vorangegangen sei eine Untersuchung, die eine Vielzahl von unfairen Handelspraktiken offenbart habe. Dazu zählten Handelsvorteile für Indien und Mexiko, die den USA nicht zugutekämen, bemängelt der Regierungsbeamte. Zudem kritisieren die USA angebliche Hemmnisse für ihre Tech-Konzerne und Finanzdienstleister, die in Brasilien mit »unfairen« Restriktionen zu kämpfen hätten. Schaffe die brasilianische Regierung diese Praktiken ab, würden die Zölle wieder zurückgenommen, sagte der Regierungsbeamte.

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Die brasilianische Regierung wies die Entscheidung scharf zurück. »Es gibt keine Rechtfertigung für einseitige Maßnahmen gegen unser Land«, erklärte das Kommunikationssekretariat des Präsidialamtes. Nach Angaben Brasílias hätten die USA im Waren- und Dienstleistungshandel mit Brasilien in den vergangenen 15 Jahren selbst einen Überschuss von 424,5 Milliarden US-Dollar erzielt. Brasilien kündigte an, auf Grundlage seines Gegenseitigkeitsgesetzes Gegenmaßnahmen gegen die US-Zölle einzuleiten und den Fall vor die Welthandelsorganisation (WTO) zu bringen.

Der US-Regierungsbeamte hatte der brasilianischen Regierung angesichts möglicher Reaktionen gedroht: »Sollten wir Vergeltungsmaßnahmen sehen, wären wir offen gesagt gezwungen, unser Vorgehen anzupassen.« (dpa/jW)

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Erschienen am 17.07.2026, Kapital & Arbeit

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