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Papa des Tages: Jens Spahn
Exgesundheitsminister Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke sind Eltern eines Sohnes geworden. »We are family«, verkündete Funke am Mittwoch mit einem gemeinsamen Foto auf Instagram. Man könnte glatt zum Familienglück gratulieren, würden Babys vom Storch geliefert und nicht von Frauen geboren werden. Denn das Kind soll von einer Leihmutter in den Vereinigten Staaten ausgetragen worden sein, berichtete Bild mit Berufung auf das Ehepaar. Der Deal dabei: Geld gegen Körper und Kind.
Leihmutterschaft ist in Deutschland aus gutem Grund illegal: Sie schafft ein Machtgefälle zwischen dem Auftraggeber und der Frau. Durch die Zahlung hoher Summen können sich die Frauen mit dem Verkauf ihres Körpers und des Kindes in einem System von kapitalistischen Zwängen ein Auskommen sichern. Der Körper wird zur Ware, und falls die Frau das Kind doch behalten möchte, droht ein Rechtsstreit mit den wohlhabenden Kunden.
Mit genügend Geld lässt sich das deutsche Verbot umgehen und eine Leihmutter im Ausland bezahlen, so wie es Jens Spahn und sein Partner getan haben sollen. »Privatsache«, würde Spahn vielleicht wie schon beim Kauf seiner Millionenvilla sagen, hätte sich das Gesundheitsministerium unter seiner Leitung nicht im Jahr 2020 gegen eine Teillegalisierung von Leihmutterschaften ausgesprochen.
Auf eine kleine Anfrage der FDP antwortete das Ministerium damals, bei dem Eizellentransfer in der Leihmutterschaft seien für das Kind »negative Auswirkungen auf dessen Entwicklung im Sinne einer Gefährdung des Kindeswohls zu befürchten«. Aber wen interessiert das Geschwätz von gestern, wenn man heute selbst profitieren kann?
Am Ende bleibt nur, dem Kind ein erfülltes Leben zu wünschen, in der Hoffnung, dass Spahn den Kinderwagen verantwortungsvoller steuert als die Vergabe von Maskengeldern in der Coronapandemie.
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Onlineabonnent*in Marian R. aus B. 19. Juli 2026 um 17:28 UhrZitat: »[...] in der Hoffnung, dass Spahn den Kinderwagen verantwortungsvoller steuert als die Vergabe von Maskengeldern in der Coronapandemie.« Was für eine windelweiche Betrachtung mit 'Glaube' und 'Hoffen' in der JW! Spahn ist einer der schlimmsten Kriegshetzer und gibt Israel einen Freibrief für Völkermord in Palästina. In der Coronapandemie hat er komplett versagt, legendär sein Auftritt in der Tagesschau, bei dem er behauptete, das Virus sei in Italien ja noch so weit weg und er sähe keine Risiken für Deutschland. Er spuckt auf die DDR, die mit ihrer Politik seiner Homosexualität den Weg in die Normalität ein großes Stück weit ebnete. Moralisch muss man über Leihmutterschaft keine Worte verlieren – es ist ein Verbrechen und Ausdruck eines hemmungslosen Egoismus – auch bei homosexuellen Paaren. Bitte kein Mitleid mehr in der JW für solche Gestalten.
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Maganist 18. Juli 2026 um 06:41 UhrDie Geburtenrate sinkt, in Deutschland. Da muß man (Mann) eine Gebärmutter kaufen. Er und der Staat haben eine Verfügungsgewalt über alle Gebärmütter, damit der weiße Deutsche nicht ausstirbt und es ist gesetzlich geregelt. Als MAGA und Trump Sympathisant ist in diesen Kreisen Gesetze nur für andere gültig. Ob sein Sohn mit der Bibel in der Hand in der größten konventionellen Armee Europas für Deutschland ....
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Istvan Hidy aus Stuttgart 17. Juli 2026 um 14:49 UhrWenn Jens Spahn öffentlich im TV mit einem Kinderwagen gezeigt und er satirisch in die Rolle der Mutter versetzt wird, dann wäre die Überschrift »Mama des Tages: Jens Spahn« konsequenter als »Papa des Tages«.
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Vera Aulenbach 17. Juli 2026 um 11:54 UhrNun erklärt Jens Spahn scheinheilig: »Uns ist bewusst, dass beim Thema Leihmutterschaft oft Unsicherheit herrscht und auch manches Vorurteil besteht«, nachdem er noch vor einigen Jahren erklärt hatte, sich als Christ »nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden« zu können. Also quasi: Zu Hause die christliche (Doppel-)Moral aufrechterhalten, die deutschen Frauen vor eventueller Ausbeutung schützen, aber dann im Ausland für sich selbst die Ausnahme nutzen. »Aber wie sagte der große Franz Beckenbauer: ›Der liebe Gott freut sich über jedes Kind.‹« so Spahn, der noch 2020 die Forderung der FDP nach einer zumindest teilweisen Legalisierung der Leihmutterschaft zurückgewiesen hatte.
An dieser Stelle sollte auch diskutiert werden, wer in der queeren Szene eigentlich wie viel Solidarität/Rückhalt von anderen Menschen innerhalb der Szene (aber auch außerhalb) verdient hat. Gerade die Cis-Männer, die Weißen und die Reichen innerhalb der Szene sind es ja oft, die ihr relatives Privilegiert-Sein bzw. ihr relatives gesellschaftliches Normalisiert-sein bei der erstbesten Gelegenheit ausnutzen und den Rest der Szene verraten zurücklassen. Homepages wie Queer.de scheinen sich recht schwer damit zu tun, klar zu benennen, dass nicht jeder »per Definition« Zugehörige der LGBTQIA+-Szene automatisch als ally zu begrüßen/schützen ist, sondern ganz im Gegenteil die übelsten Verräter oft innerhalb der Szene sitzen – aber eben sauber durch intersektionale Kriterien wie Klasse/Ethnie/Reichtum/etc. abgegrenzt. Ein ähnliches Beispiel wären die US-Republikaner, die mit ihrer Politik die Szene zutiefst schädigen, dann aber fröhlich über Grindr und Co. die Dienste sozioökonomisch unterlegener Männer nutzen.-
Reinhard Hopp aus Berlin 17. Juli 2026 um 16:22 UhrEin Klassenfeind ist ein Klassenfeind und bleibt ein Klassenfeind. Er wird nicht deshalb schon zu einem Verbündeten, nur weil er schwul ist.
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
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