Zum Inhalt der Seite

Nachschlag: Die Gallier kommen

WM: Südafrika – Kanada. So., 21. Uhr, ARD

Foto: Mark J. Terrill/AP/dpa
Ausnahmsweise mal nicht Eishockey: Jubelnde Kanadier

Sechzehntelfinale. Ein Wort, an das man sich erst mal gewöhnen muss – und nie so recht wird können. Daktylos und Amphibrachys kollidieren im deutschen Ohr. Drei Senkungen hintereinander, ein Sinnbild nachgerade fürs Teilnehmerfeld dieser WM, das im Namen globaler Gerechtigkeit mit allerlei schwachen Teams aufgepumpt wurde. So geht das Turnier eigentlich erst mit den Playoffs richtig los, Südafrika gegen Kanada, ein inoffizielles Eröffnungsspiel. Das vorgebliche Ziel der FIFA, mit dem neuen Modus mehr Länder am Turnier zu beteiligen, hat einen konträren Nebeneffekt. Die starken Teams hatten es in den aufgeblähten und also weniger leistungsdichten Gruppen leichter. Nicht eine Topmannschaft scheiterte folglich an der Gruppenphase. Bleibt die Hoffnung auf die paar kleinen gallischen Dörfer, die es in die K.-o.-Phase geschafft haben. Wie Südafrika und Kanada, die sich in einer leider schwachen Partie mit 0:1 trennten. Nur einer konnte weiterkommen. Good Job, Kanada. Irgendwer muss den Großen doch in die Suppe spucken. (fb)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2026, Seite 14, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Pressefreiheit schützen, Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!