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Literaturbetrieb

Für Gerechtigkeit

Der französisch-britische Jurist und Autor Philippe Sands wird mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt. Sands ist Menschenrechtsanwalt, setzt sich »für Gerechtigkeit, Frieden und die beharrliche Verteidigung des Völkerrechts ein«, so der Vorsteher des Börsenvereins, Sebastian Guggolz. »Der Nachkomme von Holocaustüberlebenden zeigt entlang der eigenen Familiengeschichte, wie dieses Recht entstanden ist und welche Erfahrungen hinter den Tatbeständen ›Genozid‹ und ›Verbrechen gegen die Menschlichkeit‹ stehen.« Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Sands wurde 1960 in London geboren. Er ist Professor für Internationales Recht am University College London sowie Gastprofessor an der Harvard Law School. Er arbeitet am Internationalen Gerichtshof in Den Haag und wirkte an bedeutenden Verfahren des internationalen Rechts mit, setzt sich unter anderem für Palästinenser und Rohingya ein. Gemeinsam mit anderen Juristen etablierte er den Tatbestand des »Ökozids«. Neben der Veröffentlichung juristischer Fachliteratur ist Philippe Sands als literarischer Sachbuchautor (»Rückkehr nach Lemberg«, »Die Rattenlinie«) tätig. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.06.2026, Seite 10, Feuilleton

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