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08.06.2026, 18:49:39
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Israel greift weiter Libanon an
Beirut. Die israelische Armee hat am Montag ihre Angriffe im Süden des Libanon fortgesetzt. Ein Angriff habe »auf ein Auto in der Nähe eines Gebäudes des libanesischen Roten Kreuzes« in der Küstenstadt Tyros gezielt, berichtete die libanesische Nachrichtenagentur NNA. Das libanesische Rote Kreuz teilte mit, dass vier Rettungskräfte verletzt worden seien. Ein AFP-Fotograf sah ein in Flammen stehendes Auto auf einer Küstenstraße. Anwohner versammelten sich um das Auto, ein Krankenwagen mit Sanitätern traf ein, wie der AFP-Fotograf berichtete.
Nach Angaben von NNA trafen israelische Angriffe seit dem frühen Morgen mehr als zwölf Orte im Süden des Libanon, darunter auch Burdsch Al-Schemali bei Tyros. Wie das libanesische Kulturministerium mitteilte, war die UNESCO-Welterbestätte Tyros bei Angriffen am Sonntag beschädigt worden. AFP-Journalisten sahen Staub und Trümmer an der Stätte. NNA berichtete, die Angriffe vom Montag hätten Todesopfer zur Folge gehabt. Das libanesische Gesundheitsministerium veröffentlichte allerdings zunächst keine Zahlen.
Der Iran hatte am Sonntag abend erstmals seit Inkrafttreten einer brüchigen Waffenruhe Anfang April wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Als Grund gaben die iranischen Revolutionsgarden israelische Luftangriffe auf Viertel von Beirut im Libanon an, die als Hochburgen der mit Iran verbündeten Hisbollah gelten. Am Montag erklärte die iranische Armee den Angriff für beendet. Der Iran habe Israel eine »schmerzhafte Antwort« gegeben. Dementsprechend werde »hiermit die Einstellung der Militäreinsätze verkündet«, gab die Armee bekannt. Zugleich warnte sie vor noch härteren Maßnahmen, sollte Israel weiter angreifen.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte am Montag, die israelische Armee werde die Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon ungeachtet der iranischen Drohungen weiter fortsetzen. Jeder iranische Versuch, einen Zusammenhang zwischen dem Libanon und dem Iran herzustellen und Israel anzugreifen, werde »mit großer Härte beantwortet«. Katz kündigte an, dass für jeden Angriff der Hisbollah der Süden Beiruts bombardiert werde. Allerdings hatte auch US-Präsident Donald Trump Israel aufgefordert, die Kampfhandlungen einzustellen, um die laufenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über eine Friedenslösung nicht zu gefährden. (AFP/dpa/jW)
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