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Fanhilfen begrüßen Bundestagsdebatte zum Umgang mit Fußballfans

Foto: James Zabel/STEINSIEK.CH/imago
Protest gegen Polizeigewalt beim Spiel des FC-Bayern gegen FC St. Pauli am 29.11.2025 in München

Der Dachverband der Fanhilfen begrüßte es am Mittwoch, dass der Bundestag über einen Kurswechsel im Umgang mit Fußballfans debattiert:

Anlässlich der bevorstehenden Bundestagsdebatte am 10. Juni über die Sicherheit in Fußballstadien und den Erhalt der Fankultur begrüßt der Dachverband der Fanhilfen die parlamentarische Auseinandersetzung mit dem Umgang von Politik und Sicherheitsbehörden mit Fußballfans. (…)

»Fußballfans sind keine Staatsgefahr, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil der Fankultur. Wer über Sicherheit im Stadion spricht, muss die Perspektiven der Betroffenen ernst nehmen und Fans als Gesprächspartner auf Augenhöhe anerkennen«, erklärt Danny Graupner, Sprecher des Dachverbands der Fanhilfen.

Es ist zu begrüßen, dass im Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Bedeutung der Fanhilfen erkannt wurde. Auch der Antrag der Fraktion Die Linke »Fankultur schützen – Dialog statt Repression, Mitbestimmung statt Diskriminierung« benennt wichtige Schritte für einen überfälligen Politikwechsel: Nicht mehr Überwachung von Fußballfans, sondern mehr Achtung der Grund- und Freiheitsrechte der Fans ist dringend nötig! Besonders die Forderung nach einer grundlegenden Reform der Datei »Gewalttäter Sport« entspricht langjährigen Forderungen der Fanhilfen. Die Speicherung personenbezogener Daten ohne strafrechtliche Verurteilung stellt einen schwerwiegenden Eingriff in die Rechte der Betroffenen dar und muss beendet werden. Zudem wird von beiden Fraktionen zu Recht vor einer Einführung flächendeckender, intelligenter Videoüberwachung im Stadionkontext bzw. bei öffentlichen Veranstaltungen unter freiem Himmel gewarnt. Ebenso begrüßt der Dachverband die vorgeschlagene Überprüfung bundesweiter Stadionverbote hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Auswirkungen auf Grundrechte. (…)

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Der in der Solidaritätsarbeit mit Nordsyrien/Rojava aktive Verein Familien für Frieden e. V. kündigte am Mittwoch eine Mütterkarawane an, die vom 13. bis 20. Juni von Hamburg und Heilbronn aus eine Woche lang 700 Kilometer durch Deutschland nach Berlin ziehen will:

(…) Im Juni 2026 zieht die Mütterkarawane erstmalig durch Deutschland. (…) Es sind vielseitige Begegnungen mit u. a. Friedensprojekten, mit Fraueninitiativen, Jugendprojekten organisiert. (…) Die Initiatorinnen des Vereins »Familien für den Frieden e. V.« wollen auf ihrer Reise auf die Erfahrungen in Nordostsyrien verweisen. Der Verein unterstützt seit drei Jahren ein Kinderhaus dort. Seit 2011 gibt es in der Region ein basisdemokratisches Gesellschaftsmodell.

Frauenbefreiung, Ökologie, Basisdemokratie und ein friedliches Miteinander der Kulturen sind im Gesellschaftsvertrag verankert. Doch dieses Miteinander ist in den Verhandlungen zur Integration in einen syrischen Staat in Gefahr – und wird von der Bundesregierung nicht unterstützt. Darauf aufmerksam zu machen, ist ein Ziel der Karawane.

Mitinitiatorin Dörte Simon-Rihn arbeitet ehrenamtlich direkt für das Kinderhaus: »Ich habe in Rojava erlebt, wie Frauen ernst genommen werden. Es wird auf Frauen gehört, wenn sie zum Beispiel sagen: Wir lassen nicht zu, dass es unseren Kindern schlecht geht. Und dann wird ein Kinderhaus gegründet und organisiert und von der kommunalen Gesellschaft getragen.«

Die Angriffe auf die Menschlichkeit sind auch in der hiesigen Gesellschaft nach Meinung der Initiatorinnen allumfassend. So sind die Themen der Frauen vielfältig und drängend: Einführung der Wehrpflicht, Beziehungslosigkeit in der Gesellschaft, Klima der Gewalt gegen Frauen, Verwaltung statt Gestaltung von Kitas, Schulen, Pflegeheimen. (…)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.06.2026, Seite 3, Abgeschrieben

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