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09.06.2026
- → Natur & Wissenschaft
Windströmungen im Schwarzen Loch der Milchstraße
Evanston. Eine Forschungsgruppe der Northwestern University (Illinois, USA) hat erstmals nachgewiesen, dass das Schwarze Loch Sagittarius A* Energie in seine Umgebung abgibt. Sagittarius A* liegt im Zentrum der Milchstraße, etwa 26.000 Lichtjahre von der Erde entfernt, und ist etwa vier Millionen mal so groß wie die Sonne. Seit längerer Zeit gingen Wissenschaftler davon aus, dass massereiche Schwarze Löcher Materie und Energie an ihre Umgebung abgeben. An Sagittarius A* ist nun der empirische Nachweis gelungen, wie die Forscher im Astrophysical Journal berichten. Das Team gibt an, Hinweise auf sogenannte Winde entdeckt zu haben, deren Ursprung im Schwarzen Loch liegen. Die nachgewiesenen Winde seien dabei verhältnismäßig ruhig, verglichen mit den Aktivitäten anderer Schwarzer Löcher entsprechen sie eher einer leichten Brise. Dieser Zustand dürfte allerdings nicht dauerhaft sein. Supermassereiche Schwarze Löcher durchlaufen stets auch Phasen intensiver Aktivität, in denen enorme Energiemengen freigesetzt werden, die die Entwicklung ganzer Galaxien beeinflussen können. Den Forschern zufolge bringe die Entdeckung der Windströme nicht nur den empirischen Beleg für die entsprechende theoretische Annahme, die weitere Untersuchung des Phänomens könne auch den Zusammenhang zwischen Schwarzen Löchern und der Entstehung von Galaxien verständlicher machen. (jW)
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