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Tschechien

Neonazi Liebich soll ausgeliefert werden

Plzeñ. Ein Gericht in Tschechien hat die Auslieferung von Neonazi Marla Svenja Liebich nach Deutschland angeordnet. Liebich drohten dort keine negativen Folgen, sagte die Vorsitzende Richterin am Landgericht Plzeñ am Montag. Liebich hatte zuvor die Befürchtung geäußert, in der BRD in ein Männergefängnis gebracht zu werden und in Haft ums Leben zu kommen. Mit der Entscheidung gab das Gericht einem Antrag der Staatsanwaltschaft Halle in Sachsen-Anhalt statt. Dagegen kann noch Beschwerde eingereicht werden. Liebich war 2023 wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden, lehnte nach der Festnahme in Tschechien die Auslieferung nach Deutschland ab. Nach der Verurteilung hatte Liebich die Änderung des amtlichen Geschlechtseintrages veranlasst. Dadurch waren die Behörden gezwungen, Liebich zum Haftantritt in einem Frauengefängnis aufzufordern. Ob Liebich die Haft in einer Frauenanstalt verbüßen wird, ist noch unklar. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.06.2026, Seite 15, Antifaschismus

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