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Fußball

Zeit der Träume

Amed. Zeit der erfüllten wie geplatzten Träume im Weltfußball: Am schönsten ist wohl der Aufstieg des kurdischen Klubs Amed SFK in die erste türkische Herrenliga, der seit Sonnabend feststeht. Am letzten Spieltag der Zweitligasaison genügte Amedspor am Sonnabend ein 3:3 gegen Iğdırspor. In vielen kurdischen und türkischen Städten kam es zu spontanen Feiern. Die Polizei reagierte, wie sie eben reagiert: Sie führte am Montag morgen u. a. Razzien im Istanbuler Stadtteil Avcılar durch und misshandelte die Festgenommenen. Das berichtete gleichentags die Nachrichtenagentur Anf-News.

Dergleich ist aus Gelsenkirchen nicht bekannt, wo die Fans von Schalke 04 den Bundesligaaufstieg der Königsblauen feiern durften. Am Sonnabend machte der Zweitligaspitzenreiter mit einem 1:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf die Rückkehr ins Oberhaus perfekt. Dass man noch eine Schippe drauflegen kann, bewies derweil in der Schweiz der FC Thun. Der Erstligaaufsteiger stürmte unter Trainer Mauro Lustrinelli umgehend zum Titel. Das gelang in der Geschichte des Schweizer Fußballs erst zum zweiten Mal (erstmals dem Grasshopper Club Zürich 1952). Feiern konnte man auf dem Sofa, da der FC Sion Schützenhilfe leistete und Thuns Verfolger St. Gallen am Sonntag mit 3:0 besiegte. Es ist der erste große Titel in der 128jährigen Vereinsgeschichte.

Da hat Inter Mailand ein paar mehr vorzuweisen, allein in der Serie A notiert man nun 21. Meistertitel. Die Nerazzurri gewannen am Sonntag mit 2:0 gegen Parma Calcio und können drei Spieltage vor Saisonende nicht mehr vom Tabellenzweiten, Titelverteidiger und jW-Liebling SSC Neapel verdrängt werden. Aus die Maus heißt es auch für den FC Bayern. Also für die Träume vom Triple des Frauenteams. Im Champions-League-Halbfinale verloren die Münchnerinnen am Sonntag mit 2:4 auswärts gegen den anderen großen FCB aus Barcelona. Das Hinspiel war 1:1 unentschieden geblieben. Ob sich die Herrenmannschaft der Bayern anschließt, wird sich am Dienstag gegen Paris Saint-Germain weisen. Das Hinspiel in Paris war bekanntlich 5:4 ausgegangen. (dpa/sid/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.05.2026, Seite 16, Sport

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