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Politische Zeitschriften

Neu erschienen

Cuba Libre

Im Magazin der Freundschaftsgesellschaft BRD–Kuba schreibt Renate Fausten über die Trauerkundgebungen für die 32 Kubaner, die im Januar in Caracas von US-Truppen getötet worden waren. Peter Knappe erläutert die »Neuordnung des kubanischen Devisenmarktes«. Wolfgang Mix beschäftigt sich mit der »digitalen Subversion« gegen Kuba. Tobias Kriele schreibt in einem Reisebericht, dass ihm in Havanna »in beiläufigen Gesprächen« aufgefallen sei, dass vor dem Hintergrund der Einführung »sogenannter marktwirtschaftlicher Elemente« die »Ich-Perspektive« einen »immer größeren Stellenwert einnimmt«: »Die Erwartungen an die Revolution, aber auch das Vertrauen in die staatlichen Medien sind wahrnehmbar gesunken.« Angelika Becker blickt auf 65 Jahre Arbeit des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP) zurück. Mehrere Beiträge erinnern anlässlich des bevorstehenden 100. Geburtstags an Fidel Castro. In einem Nachruf gewürdigt wird der im Januar verstorbene André Scheer. (jW)

→ Cuba Libre, Nr. 2/2026 (April–Juni), 38 Seiten, 3,50 Euro, Bezug: Freundschaftsgesellschaft BRD–Kuba e. V., Maybachstr. 159, 50670 Köln, E-Mail: info@fgbrdkuba.de

Friedensforum

Schwerpunkt der neuen Ausgabe der Zeitschrift Friedensforum sind die Kriege »jenseits des Scheinwerferlichts« in Afrika. Ausgewertet werden die Ostermärsche, die Gegenveranstaltung zur sogenannten Sicherheitskonferenz und der Schulstreik. Mehran Khalili befasst sich mit der Frage, warum die Mobilisierung der Friedensbewegung gegen den Angriff auf den Iran sowohl in den USA als auch in Europa so schwach ist – obwohl zum Beispiel knapp 60 Prozent der US-Bürger diesen Krieg ablehnten, bevor er gestartet wurde, was »noch nie vorgekommen« sei. Die Irak-Invasion sei 2003 mit einer Zustimmung von über 70 Prozent begonnen worden. Dennoch zog der erste Aktionstag gegen den Angriff auf den Iran in den USA »nur wenige Menschen an«. Und in London, wo 2003 Millionen demonstrierten, kamen diesmal 50.000. Khalili führt das unter anderem darauf zurück, dass die »menschenrechtliche« Rechtfertigung des Krieges wegen des Zusammenhangs mit der Niederschlagung der Protestbewegung stärker greife als 2003. Es fehle zudem inzwischen weithin die Infrastruktur, »um Widerstand in Aktion umzusetzen«. Weitere Faktoren seien die »Themenüberlastung« und die Einschüchterung durch die »autoritären Taktiken« gegen die palästinasolidarische Bewegung. (jW)

→ Friedensforum. Zeitschrift der Friedensbewegung, Jg. 39, Nr. 3/­2026, 58 Seiten, 5,50 Euro, Bezug: Netzwerk Friedens­kooperative, Mackestr. 30, 53111 Bonn, E-Mail: friekoop@­friedenskooperative.de

Themen:
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.05.2026, Seite 15, Politisches Buch

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