Nachschlag: Ein leerer Kampfbegriff
→ Honey Balecta | Youtube
Beim Taz-Kongress am Sonnabend kam zusammen, was zusammengehört. Allen voran der Ex-Linke Klaus Lederer und der Mann des Tages, Nicholas Potter. Der hat mit seinem Buch »Die neue autoritäre Linke« die Ideologieschrotflinte auf alle Gegner des imperialen Westens angelegt und durfte, nachdem er jüngst bei Bild-Chefredakteur Paul Ronzheimer aufgetreten war, seinen Wahn nun weiter unter Leute bringen. Nur einer passte nicht so recht in die Komposition. Der Youtuber »Honey Balecta« war geladen, um über »Dating, Trash TV, Tik Tok, Aktivismus, Rap und vieles mehr« zu reden. In einem gleichentags veröffentlichten Video erläuterte der Linksfluencer allerdings, er habe seine Zusage fast zurückgezogen, weil Potter eine »riesige Bühne« bekomme. Der Begriff der »neuen autoritären Linken« sei ein »reaktionärer Kampfbegriff« ohne analytischen Wert, eine »leere Hülle, in die man alles füllen kann, was politisch gerade unbequem ist«. Wohl wahr. Bei Taz-Ideologen und -Ideologisierten dürfte die Kritik auf taube Ohren gestoßen sein. (mag)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 3,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
