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Nahostkonflikt

Palästina: Geringe Teilnahme an Wahlen

Ramallah. Erstmals seit dem Gazakrieg hatten die Palästinenser im Westjordanland und in einem Teil des Gazastreifens am Sonnabend Gelegenheit, zur Wahlurne zu schreiten und ihre Bürgermeister und Gemeinderäte neu zu bestimmen. Die Fatah-Bewegung des in der Westbank amtierenden Präsidenten Mahmud Abbas hat sich bereits zum Sieger erklärt. Laut offiziellen Angaben konnten sich ihre Listen mehrheitlich durchsetzen, darunter in bedeutenden Städten wie Hebron, Dschenin, Tulkarem und Al-Bira. Allerdings ist der Erfolg der Fatah mit starken Einschränkungen zu sehen. So lag die Wahlbeteiligung laut Zentraler Wahlkommission (CEC) zwar mit 53,5 Prozent in etwa auf dem Niveau früherer Abstimmungen. In Deir Al-Balah im Gazastreifen, wo zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder Wahlen stattfanden, wurde allerdings lediglich eine Beteiligung von 22,7 Prozent erreicht. Auch gab es kaum Wahlalternativen. Die Hamas trat offiziell nicht an, da sie das geltende Wahlrecht und die Bedingungen ablehnt. In mehr als 190 Gemeinden kam es zudem gar nicht erst zu einer Abstimmung an der Urne, da nur eine einzige Einheitsliste eingereicht wurde, die dann per Akklamation bestätigt wurde. Detaillierte Einzelergebnisse sollten im Laufe des Sonntags und der darauffolgenden Tage veröffentlicht werden. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.04.2026, Seite 6, Ausland

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