Pech für Capital Bra
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) fordert wegen Werbung für illegales Glücksspiel Tausende Euro vom Berliner Rapper Capital Bra. Er habe auf seinen Social-Media-Kanälen wiederholt Inhalte veröffentlicht, in denen er illegales Onlineglücksspiel spielt und bewirbt, teilte die Behörde mit. Weil er auf eine sogenannte Untersagungsverfügung nicht reagiert habe, sei ein Zwangsgeld in Höhe von 250.000 Euro festgesetzt worden. Der Rapper äußerte sich bis zum Nachmittag auf Anfrage nicht zu dem Fall. Capital Bra soll sich den Angaben nach unter anderem dabei gefilmt haben, wie er an unerlaubten Onlineglücksspielangeboten teilgenommen und diese Aufnahmen unter anderem in Livestreams verbreitet habe. Das werde von der Glücksspielbehörde als Werbung eingestuft. Deshalb sei schon im Oktober 2025 ein Verfahren gegen ihn eingeleitet worden. »Auf eine Anhörung reagierte Capital Bra nicht«, hieß es weiter. Anschließend sei eine Untersagungsverfügung einschließlich Zwangsgeldandrohung zugestellt worden, die der Rapper ebenfalls nicht beantwortet habe. Daraufhin sei das Zwangsgeld festgesetzt worden. Der Bescheid über dieses Zwangsgeld sei am vergangenen Sonnabend bei einem Konzert durch Beamte des Polizeipräsidiums Westhessen zugestellt worden, erklärte die Behörde. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass seine Behörde Amtshilfe geleistet und das Schriftstück übergeben habe. »Wir schrecken auch vor bekannten Namen nicht zurück«, erklärte der Vorstand der Glücksspielbehörde, Ronald Benter, zu dem Fall. Der 31jährige aus der Ukraine stammende Rapper Capital Bra, der mit bürgerlichem Namen Vladislav Balovatsky heißt, lebt in Berlin und zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Rappern Deutschlands. Er brachte zahlreiche Songs heraus, die die Nummer eins in den deutschen Charts waren. (dpa/jW)
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