BSW-Spitze kontert Vorwürfe von Nastic
Berlin. Nach dem Austritt von BSW-Vorstandsmitglied Zaklin Nastic weist die Parteispitze alle Vorwürfe zurück und übt ihrerseits Kritik. Nastics Austrittserklärung sei »konfus und zeugt davon, dass es in der Politik leider immer wieder Personen gibt, die glauben, vorbehaltlos Anspruch auf ein gut dotiertes Abgeordnetenmandat zu haben«, erklärten die Bundesvorsitzenden Amira Mohamed Ali und Fabio De Masi am Mittwoch gegenüber dpa. »Es ist zumindest originell, dass uns nunmehr der Vorwurf gemacht wird, wir seien zu kritisch gegenüber Putin und dem Krieg in der Ukraine. Üblicherweise wird uns ja von politischen Gegnern genau das Gegenteil unterstellt«, hieß es weiter.
Nastic habe in Hamburg einen Landesverband hinterlassen, der zeitweise im Chaos versunken sei. Sie sei in der Öffentlichkeit »kaum durch Sacharbeit aufgefallen«, monierten die Bundesvorsitzenden. Nach ihrem Austritt aus der Linkspartei habe sich Nastic dem BSW zugewandt und »nun offenbar der AfD«. Vorwürfe, dass es bei der Aufnahme von Mitgliedern schwarze Listen oder Gesinnungs- und Loyalitätsprüfungen gegeben habe, seien »sämtlich nicht zutreffend«. Nastic hatte die Linkspartei 2023 gemeinsam mit Parteigründerin Sahra Wagenknecht verlassen und war 2024 an der Gründung des BSW beteiligt. (dpa/jW)
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