Prähistorische Steinkreise entdeckt
Beer Scheva. In der Steinzeit und der frühen Bronzezeit wurden in vielen Teilen Europas riesige Kreisanlagen errichtet, die wohl religiös-rituelle und astronomische Zwecke erfüllten. Sogar im Nahen Osten wurden entsprechende Anlagen bereits gefunden, so etwa der in den späten 1960er Jahren entdeckte Megalithkomplex Rujm el-Hiri, der oft als »Stonehenge Israels« bezeichnet wird. Der Außenkreis der ein paar Kilometer östlich des See Genezareths im von Israel besetzten Teil Syriens gelegenen Stätte hat rund 150 Meter Durchmesser, im Zentrum befindet sich ein großer Steinhügel. Bislang hielt man die Kreisanlage für einzigartig in der Region. Archäologen um Michal Birkenfeld von der Ben-Gurion-Universität im Negev ist nun eine überraschende Entdeckung gelungen. Bei der Auswertung von neuen Satellitenaufnahmen fanden sie in der Nähe von Rujm el-Hiri Spuren von 28 weiteren Steinkreisen. Bei den Orten der Kreise zeigt sich ein Muster: Sie liegen fast alle auf Anhöhen und in der Nähe von Wasserquellen. Auch wenn die genaue Funktion der Kreise noch unklar ist, so sei doch offensichtlich, dass sie »integraler Teil eines umfassenden sozialen und ökonomischen Systems« waren, so die Forscher. (jW)
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