Neue Abseitsregel
Zürich. Der Fußballweltverband FIFA treibt eine mögliche Reform der Abseitsregel voran. Als Teil von Tests in Kanada wird dabei auch ein Überprüfungssystem von Schiedsrichterentscheidungen für Trainer eingeführt. Zu Beginn der Saison der Canadian Premier League (CPL) am Sonnabend startet dort ein Pilotprojekt, teilte die FIFA mit.
In der Testphase wird die bisherige Regel für Abseits zugunsten der Angreifer geändert. Dies hatten die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) zuletzt genehmigt. Dazu bekommen die Trainer die Möglichkeit, Entscheidungen der Unparteiischen überprüfen zu lassen.
Der frühere Spitzentrainer Arsène Wenger setzt sich als Leiter der Abteilung für globale Fußballentwicklung bei der FIFA bereits seit sechs Jahren für eine geänderte Abseitsregel ein. Dabei soll ein Spieler nicht im Abseits stehen, solange sich noch ein Körperteil, mit dem ein Tor erzielt werden kann, auf gleicher Höhe mit dem vorletzten gegnerischen Spieler befindet. Ein Spieler wird nur als im Abseits gewertet, wenn zwischen ihm und dem Verteidiger eine Lücke besteht. Dies bezeichnet die FIFA als »Daylight«-Abseits.
Bislang steht ein Spieler schon im Abseits, wenn nur eines dieser Körperteile näher am Tor ist als der vorletzte Gegner. Eine neue Abseitsregel soll laut FIFA für mehr Tore sorgen. »Indem wir diese neue Auslegung in einem professionellen Wettbewerb testen, können wir ihre Auswirkungen besser verstehen, unter anderem im Hinblick auf mehr Klarheit und einen flüssigeren Spielverlauf sowie die Förderung des Angriffsspiels«, sagte der Franzose Wenger zu den Tests in Kanada. (dpa/jW)
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