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Verdammt weit
Birmingham. Speerwerfer Julian Weber hat mit dem letzten Versuch Gold bei den Leichtathletikeuropameisterschaften in Birmingham gewonnen und damit seinen Triumph von der Heim-EM vor vier Jahren in München wiederholt. Trotz Schulterproblemen katapultierte der 31jährige den Speer auf 90,40 Meter und bezwang noch seinen Teamkollegen Nick Thumm. Der Stuttgarter hatte mit 83,76 Metern bis zum letzten Durchgang geführt und machte mit der überraschenden Silbermedaille den deutschen Doppelerfolg perfekt. Bronze holte der Lette Patriks Gailums mit 82,97 Metern.
Die deutsche Viermal-100-Meter-Staffel der Männer hat ohne 200-Meter-Europameister Owen Ansah EM-Silber gewonnen. In der Besetzung Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah sprintete das deutsche Quartett in 38,64 Sekunden auf den zweiten Platz im Alexander Stadium in Birmingham. Den Sieg sicherten sich die favorisierten Briten in 38,45 Sekunden. Dritter wurde Belgien in 38,70 Sekunden. Wegen einer drohenden Sperre hatte der Deutsche Leichtathletikverband Ansah vorsichtshalber nicht für die Staffel aufgestellt, um keine nachträgliche Disqualifikation zu riskieren.
Und Amanal Petros ist erstmals Marathoneuropameister. Der WM-Zweite gewann in Birmingham das Rennen über die prestigeträchtige Distanz von 42,195 Kilometern mit einem Meisterschaftsrekord von 2:09:11 Stunden. Der 31jährige siegte überlegen nach einem fast 20 Kilometer langen Sololauf vor dem Italiener Pietro Riva (2:09:18 Stunden) und Gashau Ayale (2:09:21 Stunden) aus Israel. Samuel Fitwi wurde als zweitbester deutscher Läufer Neunter. Richard Ringer, der vor vier Jahren in München Gold gewann, belegte Platz zehn. In der Teamwertung landete Deutschland hinter Israel auf Rang zwei. (dpa/jW)
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