Frankreich bringt Tanker der »russischen Schattenflotte« auf
Paris. Die französische Marine hat im westlichen Mittelmeer ein Schiff der sogenannten russischen Schattenflotte festgesetzt. Dabei handele es sich um den Tanker »Deyna«, wie Präsident Emmanuel Macron am Freitag auf der Onlineplattform X mitteilte. »Diese Schiffe, die internationale Sanktionen umgehen und das Seerecht verletzen, sind Kriegsgewinnler«, erklärte Macron. »Sie wollen Gewinne einstreichen und den russischen Angriffskrieg finanzieren.« Zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran sind solch scharfe Töne nicht zu hören.
Lokalen Behörden zufolge enterte die französische Marine den unter der Flagge Mosambiks fahrenden Öltanker, nachdem der Verdacht aufkam, das aus dem russischen Hafen Murmansk kommende Schiff fahre unter falscher Flagge. Der Einsatz sei gemeinsam mit Großbritannien ausgeführt worden, teilte die französische Mittelmeerpräfektur mit. Das Schiff sei zur weiteren Untersuchung zu einem Ankerplatz gebracht worden. Mit der angeblichen »Schattenflotte« versucht Russland, die internationalen Sanktionen wegen des Kriegs in der Ukraine zu umgehen und sein Öl auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Dabei kommen oft veraltete Tanker mit unklaren Besitzverhältnissen zum Einsatz, die auch eine Bedrohung für die Umwelt darstellen können. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor. (Reuters/jW)
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