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Kohleausstieg später? Grüne sauer auf Merz

Berlin. Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag haben Erwägungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kritisiert, Kohlekraftwerke womöglich länger am Netz zu lassen. »Kanzler Merz sollte sich nicht an den alten Möhren festklammern, sondern besser seine Energieministerin zum Arbeiten bringen«, sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Michael Kellner, am Sonnabend.

»Was Deutschland braucht, sind neue gesicherte Stromleistungen über wasserstofffähige Gas-Kraftwerke und Batteriespeicher«, so Kellner. Merz hatte am Freitag den Fahrplan für den festgelegten Kohleausstieg bis spätestens 2038 in Frage gestellt. »Wir werden möglicherweise laufende Kohlekraftwerke länger am Netz lassen müssen«, sagte er bei einer Veranstaltung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. »Ich bin nicht bereit, den Kern unserer Energieversorgung aufs Spiel zu setzen, bloß weil wir da vor Jahren Ausstiegsdaten beschlossen haben.« (AFP/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.03.2026, Seite 8, Kapital & Arbeit

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