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USA

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Foto: Eduardo Munoz/Reuters

In den USA sind am Wochenende bei den »No Kings«-Protesten in Tausenden Städten Menschen auf die Straße gegangen. Besonders die Abschiebepolitik sowie der Iran-Krieg standen im Fokus. (New York, 28.3.2026)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.03.2026, Seite 2, Ausland

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  • Doris Prato 31. März 2026 um 10:13 Uhr
    In Rom haben am Samstag zeitgleich mit Minneapolis und London 300.000 an den „No Kings“-Demonstrationen teilgenommen, um „Nein“ zu sagen und zu fordern, die Richtung zu ändern, die von den „Königen“ eingeschlagen wurde, die sich in den letzten Jahren in der Welt etabliert haben: hin zu Krieg, Autoritarismus und der Unterdrückung von Freiheiten, berichtete die Plattform „Collettiva“ der CGIL-Gewerkschaft. In Rom gehörte zu den Teilnehmern Ilaria Salis, die über ein Jahr lang als politische Gefangene in Orbáns Ungarn festgehalten wurde und schließlich nur dank einer außergewöhnlichen politischen Kampagne, die in ihrer Kandidatur und den Europawahlen gipfelte, freigelassen werden musste. Aus St. Paul in Minnesota meldete sich per Video der Rocksänger Bruce Springsteen „The Boss“, der daran erinnerte, dass dort ICE-Beamte Renee Good und Alex Pretti töteten. „Ihren Mut, ihr Opfer und ihre Namen werden wir niemals vergessen“, denn ihre Stärke und ihr Engagement „haben uns gezeigt, dass wir immer noch in Amerika sind und dass dieser reaktionäre Albtraum nicht siegen wird“. Die Polizei hatte Ilaria Salis noch bevor sie sich zur „No Kings“-Demonstration begab, vor ihrem Hotel einen „Besuch“ abgestattet, um sie über eine Stunde lang zu befragen und neben der Kontrolle ihrer Ausweispapieren auch nach bizarren Dingen zu fragen, wie zum Beispiel, ob sie im Besitz gefährlicher Gegenstände sei. Die „No Kings“-Demonstration wurde in Rom von über 700 Organisationen unterstützt, darunter die CGIL und ihre Metallarbeiter der FIOM. Auf dem Platz befanden sich auch zahlreiche von der Polizei identifizierte Parlamentarier, insbesondere Kommunisten und „Demokraten“, berichtete das kommunistische Magazin „Contropiano“. Es nahmen wieder viele jungen Menschen teil, die mit ihrem „NEIN“ auch zu der schweren Niederlage der faschistischen Regierungschefin Meloni im Referendum über eine Justizreform beigetragen hatten.
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