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Musik

Gerechtere Vergütung

Ein runder Tisch mit Plattenlabels und Streamingdiensten soll im Frühsommer eine gerechtere Vergütung für Musikerinnen und Musiker aushandeln. Dies kündigte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nach einem Treffen mit Plattformen wie Spotify, Youtube, Amazon und anderen in Berlin an. Ziel sei eine Branchenvereinbarung. Sollte keine Lösung gefunden werden, stelle sich die Frage, »ob wir dann in der weiteren Entwicklung möglicherweise eingreifen müssen«, sagte Weimer. Hintergrund ist die Klage vieler Musikerinnen und Musiker, trotz Milliardenumsätzen der Streamingdienste von ihrer Vergütung kaum leben zu können. Weimer hatte vor den Plattformen bereits Musikschaffende und Labels zu getrennten Runden eingeladen. Der nächste Schritt sei der runde Tisch mit allen Beteiligten, kündigte er an. Nach Angaben des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien äußerten sich in einer Umfrage mit 3.000 Musikschaffenden drei von vier Befragten unzufrieden mit ihren Einnahmen aus Musikstreaming. 2023 entfielen den Angaben zufolge 75 Prozent der Umsätze auf 0,1 Prozent der Künstlerinnen und Künstler. Umgekehrt erzielten 68 Prozent der Musikschaffenden weniger als einen Euro Umsatz. Mehrere Musikverbände hatten im vergangenen Sommer eine Abgabe auch für Musikstreamingdienste gefordert. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.03.2026, Seite 10, Feuilleton

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