Einladung zum Kennenlernen
Von Verlag, Redaktion und Genossenschaft junge Welt
Beginnen wir mit einem Auftrag: Prüfen Sie die folgende Eigendarstellung der Zeitung junge Welt und vergleichen Sie sie mit dem, was Sie tatsächlich vor sich haben. Achten Sie dabei besonders auf unser aktuelles Versprechen: Wir drucken, wie sie lügen. Zuvor sollten wir allerdings auch den ersten Punkt einbeziehen: dass ebenso gelogen wird wie gedruckt.
Doch beginnen wir bei dem Materiellen. Die junge Welt ist eine Tageszeitung und erscheint sechsmal in der Woche von montags bis sonnabends. Damit ist sie ab April die letzte verbliebene gedruckte linke Tageszeitung in diesem Land. Die Taz und das ND (ehemals Neues Deutschland) wird es dann nur noch digital oder einmal in der Woche gedruckt geben. Gegründet wurde die jW 1947 in der Sowjetischen Besatzungszone, und sie war später das Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend (FDJ). Trotz einiger Brüche nach 1990 bleibt die inhaltliche Linie der Tradition verpflichtet und bewertet den Aufbau des Sozialismus in einem Teil Deutschlands nach eigenen Maßstäben und nicht aus Sicht der Sieger. Weitere Länder und Organisationen, die den sozialistischen Weg eingeschlagen haben, finden ebenfalls einen gebührenden Platz in der Berichterstattung.
Ein weiteres Erbe ist die parteiliche Position auf seiten der Lohnabhängigen und der Jugend, um deren Probleme zu beleuchten und über deren Kämpfe zu berichten. Die Position ist eindeutig: für internationale Solidarität und sozialen Fortschritt sowie gegen Militarismus und imperialistische Kriege. Die junge Welt berichtet aus Gegenden, die auf der Landkarte der bürgerlichen Presse selten auftauchen. Sie analysiert Zusammenhänge, die andere lieber verschweigen. Sie gibt denen eine Stimme, die sonst kaum gehört werden. Das ist politischer Journalismus, der seine Haltung nicht versteckt.
Unabhängig finanziert
Diese Unabhängigkeit kommt nicht von ungefähr: Die junge Welt gehört nicht einem Konzern oder gar einer Partei. Statt dessen gehört sie ihren Leserinnen und Lesern. Konkret: Über 3.000 Menschen sind Mitglieder der Linken Presse Verlags-, Förderungs- und Beteiligungsgenossenschaft (LPG junge Welt eG), die den Verlag 8. Mai besitzt, in dem die Zeitung erscheint. Die Eigentümerinnen und Eigentümer erwarten keine Gewinnausschüttung. Ihre Rendite ist ein aufklärerisches Medium. Investitionen übernimmt die Genossenschaft, das Tagesgeschäft jedoch finanziert sich fast ausschließlich über Abonnements.
Auf diesem Weg bleibt die Finanzierung stabil. Das ist auch bitter nötig, denn die Bedingungen sind härter geworden. Papier, Druck, Versand, Energie – alles wird teurer. Dazu kommt ein Akteur, der sich zum Ziel gesetzt hat, der Publikation »den Nährboden zu entziehen«. Der Verfassungsschutz beobachtet die Zeitung und erschwert damit Kooperationen und Werbegeschäfte. Trotzdem erscheint die jW täglich. Weil ihre Leserinnen und Leser, weil Unterstützerinnen und Unterstützer sie bewerben, weil Genossinnen und Genossen ihr den Rücken freihalten.
Um mehr Menschen Abonnements zu ermöglichen, arbeitet die junge Welt mit einem dreistufigen Preismodell: Niemand soll ausgeschlossen werden, weil das Budget knapp ist. Das Sozialabo ist knapp kostendeckend kalkuliert und ermöglicht Menschen mit weniger Geld die Lektüre der letzten linken Tageszeitung. Aufgefangen wird das günstige Angebot durch das Soliabo. In der Mitte steht der Normalpreis zur Auswahl. Das Modell funktioniert ohne Nachweise und ohne Kontrolle. Jede und jeder entscheidet selbst, was leistbar ist. Die mit höherem Einkommen helfen denen mit geringerem – gelebte Solidarität.
Bleibt die Frage nach Print oder online. Die gedruckte Zeitung soll noch lange erhältlich sein. Täglich oder nur am Wochenende? Die junge Welt lässt sich auf verschiedenen Wegen lesen. Unterschiedliche Lebenssituationen bedingen unterschiedliche Lesegewohnheiten. Die jW wird dem gerecht. Der kostenlose Newsletter »links & bündig« ermöglicht einen einfachen Einstieg in die Lektüre. Jeden Abend versendet die Redaktion eine kuratierte Auswahl der wichtigsten Artikel des nächsten Tages direkt ins E-Mail-Postfach. Er bietet Überblick und Orientierung über die Themen der Ausgabe und die Perspektive der jW.
Überzeugen Sie sich
Doch wie sollen Sie das nun überprüfen? Die junge Welt können Sie zwei Wochen kostenlos testen. Nach zwölf Ausgaben haben Sie einen guten ersten Einblick. Sie laufen nicht in eine Abofalle, denn es gibt garantiert keine automatische Verlängerung. Das Probeabo ist ideal, um die Zeitung kennenzulernen oder um sie anderen näherzubringen.
Mit dem Umstand, dass Leserinnen und Leser anderen ihre Zeitung weiterempfehlen, ist eine weitere Besonderheit angesprochen. Durch die Unterstützung durch eine loyale Leserschaft konnte sich die Zeitung durch eine schwierige Anfangsphase Ende der 1990er retten, und auch heute sind die Unterstützerinnen und Unterstützer unersetzlich. Die junge Welt ist eine Zeitung in Aktion. Viele haben ihr erstes Exemplar auf einer Messe, Demonstration oder Kundgebung erhalten. Damit das so bleiben kann, benötigen wir zahlende Abonnentinnen und Abonnenten.
Testen Sie nun auf den vorangehenden Seiten unseren Anspruch, ihre Lügen zu drucken. Die Täuschung derjenigen, die weltweit die Interessen der Arbeitenden, der Jugend und der Rentnerinnen und Rentner hintergehen. Derjenigen, die Begründungen für Kriege und andere Verbrechen auf Lügengebäude bauen. Wir wünschen eine erkenntnisreiche Lektüre.
Testen Sie unser Versprechen mit einem kostenlosen Probeabo: jungewelt.de/probeabo, 030/53 65 55-84 oder abo@jungewelt.de. Es endet automatisch und muss nicht abbestellt werden
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