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Libanon: Israel verstärkt Angriffe

Beirut. Israel hat libanesischen Angaben zufolge am Mittwoch morgen erneut die südlichen Vororte von Beirut angegriffen. Über dem getroffenen Gebiet, das als Hochburg der Hisbollah gilt, hing dichter, schwarzer Rauch. Die israelische Armee hatte zuvor die Einwohner aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. Zahlreiche Menschen waren laut AFP dem Aufruf gefolgt. Zuvor hatte Israel bereits ein Wohngebäude in dem Gebiet Aischa Bakkar im Zentrum von Beirut angegriffen. Der Fernsehsender Al-Majadin berichtete von vier Toten und sechs Verwundeten. Zudem gab das Gesundheitsministerium bekannt, dass bei einem israelischen Bombardement in der Bekaa-Ebene sieben Menschen getötet und 18 verletzt worden seien.

Als Reaktion auf die fortlaufende israelische Aggression beschoss die Hisbollah Al-Majadin zufolge am Mittwoch erneut israelische Stellungen. Auch stellten sich ihre Kämpfer im Süden des Landes israelischen Bodentruppen entgegen. Laut dpa will Israel nach einer Neubewertung der militärischen Lage nun auch die berüchtigte Golani-Brigade aus Gaza ins israelisch-libanesische Grenzgebiet verlegen. Die Eliteeinheit war im Gazakrieg mutmaßlich an schweren Kriegsverbrechen beteiligt.

Ebenfalls am Mittwoch meldete dpa, dass Spanien seine Botschafterin offiziell aus Israel zurückgezogen hat. Spanien ist seit Jahren zumindest nach außen hin einer der schärfsten Kritiker der extrem rechten Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Madrid hat Palästina als Staat anerkannt und Regierungschef Pedro Sánchez hat Israel vorgeworfen, im Gazastreifen Völkermord zu begehen. Zudem verhängte Spanien Sanktionen gegen Israel. Die derzeitigen israelisch-US-amerikanischen Angriffe auf Iran benennt der Sozialdemokrat Sánchez klar als Bruch des Völkerrechts. Israel wiederum hatte seine Botschafterin schon im November 2023 zu Konsultationen aus Madrid zurückgerufen. Seither ist der Posten vakant. (AFP/dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.03.2026, Seite 6, Ausland

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