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jW bekannter machen

Ein Blick nach vorn

Das Aktionsbüro der Tageszeitung junge Welt versucht einen Jahresausblick

Von jW Aktionsbüro
Foto: Ivett Polyak-Bar Am/jW
Am 11. Januar 2026 wieder vor Ort: jW-Stand an der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde

Laut Mark Twain sind Prognosen schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Doch gibt es Gewissheiten. Das zweite Januarwochenende etwa beschäftigt das im Erdgeschoss in der Torstraße hausende jW-Aktionsbüro noch die kommenden drei Wochen intensiv. Die 31. Rosa-Luxemburg-Konferenz greift das Großthema der Zeit auf: die mit der »Zeitenwende« ausgerufene Militarisierung westlicher Gesellschaften. Besonderes Augenmerk liegt auf der medialen Zurichtung der Öffentlichkeit, dem kulturellen Wandel sowie dem Krieg nach innen, der immer einem nach außen vorangeht.

Die Konferenz ist auch eine logistische Aufgabe. Das Aktionsbüro der jW sucht noch helfende Hände für Garderobe, Kopfhörerausgabe, Akquisestände und Aufbauhilfe und freut sich über Meldungen: ­aktionsbuero@jungewelt.de

Am auf die Rosa-Luxemburg-Konferenz folgenden Sonntag (11. Januar) geht es dann zur Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Das Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg ist ein weiteres Fixum im Kalender, auch hier freut sich die junge Welt über Hilfe und Unterstützung an ihren Ständen.

Und dann? Die Zeiten, in denen wir leben, zeichnen sich durch zunehmende Polarisierung aus: Zwischen denen, die Krieg, Aufrüstung und soziale Spaltung als »alternativlos« verkaufen wollen, und jenen, die tagtäglich Widerstand leisten, im Betrieb oder auf der Straße. Diese Polarisierung wird sich 2026 fortsetzen. Die junge Welt ist Teil dieser Auseinandersetzung, nicht nur Beobachter. Der Ausbau unserer Reichweite und das Stärken einer linken Gegenöffentlichkeit sind Erfordernisse der Zeit. Die junge Welt ist nicht nur berichtend, sondern auch – gemeinsam mit ihren Leserinnen und Lesern – handelnd dabei: vom Verteilen der Zeitung bei Demonstrationen über das Vorbereiten von Diskussionsveranstaltungen bis zum Publizieren fundierter Analysen. Wir sind Teil des kollektiven Projekts einer anderen, klassenbewussten Öffentlichkeit.

Es ist davon auszugehen, dass uns die Themen Militarisierung und die damit einhergehenden Zumutungen für die lohnabhängig Beschäftigten auch im kommenden Jahr beschäftigen werden, beschäftigen müssen. Bei den aktuellen Entwicklungen könnten die Ostermärsche großen Zulauf erfahren. Einen weiteren Anlass wird der 1. Mai 2026 bieten. Es gilt dafür zu sorgen, ihn zu einer der größten Verteilaktionen der jW werden zu lassen. Der Kampftag der Arbeiterklasse ist Tag des Protestes gegen die aktuelle Politik, die aktuell herrschenden Verhältnisse, die Kontra verdienen. Verteilaktionen stellen für die jW die Möglichkeit dar, bekannter zu werden, neue Leser zu erreichen, Reichweite zu erhöhen, früher oder später neue Abonnenten zu gewinnen. So wird die Position gegen Aufrüstung und Krieg gestärkt.

Denn klar ist: Die Herrschenden investieren in ihre Propaganda. Wir investieren in Aufklärung, Solidarität und Widerstand. Eine weitere Gewissheit: Es genügt nicht, sich über den Zustand der Welt zu beklagen. Es gilt aktiv zu werden – mit Argumenten und mit einer klaren Haltung, wie sie die junge Welt täglich aufs Neue bietet.

Wenn Sie heute schon wissen, dass Sie bei den Ostermärschen oder am 1. Mai helfen und die junge Welt verteilen möchten, können Sie sich per Mail oder telefonisch (0 30/53 63 55- 10) an das Aktions­büro wenden.

Themen:
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.12.2025, Seite 16, Aktion

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