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Klimawandel stört Funkverkehr

Kyushu. Der unter anderem durch steigende Kohlendioxidwerte verursachte Klimawandel sorgt nicht nur für steigende Durchschnittstemperaturen, sondern auch für unerwartete andere Probleme. So verstärkt er offenbar Störungen des Funkverkehrs. Eine Ursache für solche Störungen sind sporadisch auftretende Ansammlungen von Metallionen in der Ionosphäre. Diese beginnt etwa 80 Kilometer über der Erdoberfläche, und manche ihrer Schichten reflektieren Funkwellen, was überhaupt erst deren Übertragung über den Horizont des Emitters hinaus möglich macht. In der Ionosphäre bildet sich aber auch gelegentlich eine sogenannte E-Schicht, die unterhalb derjenigen Schicht liegt, die Funkwellen reflektiert. Wenn die E-Schicht temporär ungewöhnlich dicht ist, werden Funkwellen teils zu früh reflektiert, teils »verschluckt«, so dass Kommunikationswege wie Radio gestört werden. Wie das Wissenschaftsportal Scinexx berichtet, hat nun ein Team um Farhan Rifqi von der Universität Kyushu (Japan) herausgefunden, dass der Klimawandel dazu beiträgt. Mit zunehmender Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass solche E-Schichten entstehen, da sich immer mehr Metallionen in der Ionosphäre sammeln. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.11.2025, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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