Weltraummission droht zu scheitern
Washington. Die Anfang Juli gestartete Mission zur Rettung des Swift-Weltraumteleskops droht zu scheitern, wie die NASA mitteilte. Die Lagekontrolle des Abschleppsatelliten »LINK« ist ausgefallen, er trudelt unkontrolliert um die eigene Achse. Mittlerweile ist es gelungen, die Rotation zu verlangsamen, weitere Maßnahmen seien geplant, so die NASA. Objekte in niedrigem Erdorbit, wie das Gammastrahlungsteleskop SWIFT, können ihre Bahn nur halten, wenn sie über Treibstoff verfügen. Danach sinken sie allmählich ab. Das SIWFT hat derzeit noch eine Höhe von 300 Kilometern. Gerät es auf eine Umlaufbahn von 297 Kilometern, wird sein Sinkflug unumkehrbar. Gemeinsam mit dem US-Unternehmen Katalyst hatte die NASA den orbitalen Abschlepproboter LINK entwickelt, der mit drei Greifarmen das Teleskop einfangen und in höhere Bahnen (rund 600 Kilometer) bringen soll, was die Lebenszeit des Teleskops verlängern würde. Kurz vor dem geplanten Einfangen Ende Juli fielen allerdings zwei seiner drei Reaktionsräder aus. Diese Räder dienen der Lagekontrolle des Satelliten und sollen ihn in stabiler Ausrichtung halten. Wegen Problemen mit der Stromversorgung funktioniert das Kontrollsystem nicht mehr. Mittels gezielter Triebwerkzündungen sei die Rotation bereits verlangsamt. Gelingt es, sie ganz zu beseitigen, kann mit der Reparatur des Lagekontrollsystems begonnen werden. (jW)
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