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25.10.2025
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Vollabo? Besser ist es!
Eine Zeitung abonnieren? Dafür spricht vieles – insbesondere für die gedruckte Version der jungen Welt
Kennen Sie das? Das Mokkakännchen auf dem Herd röchelt genüsslich. Am Horizont lädt eine noch tiefhängende Sonne zum Durchatmen an der frischen Luft ein. Die Vögel zwitschern – etwa die Morgenstimmung von Edvard Grieg? Mag der Tag auch stressig werden, gehört dieser Moment »mir allein«. Was gibt es, wenn die Luft durchgeatmet und der Kaffee angeschlürft ist, Schöneres, als die Beine über Kreuz zu schlagen und in einer Zeitung zu blättern?
Nicht nur haptisch macht Print mehr her als Pixel auf einem Bildschirm. Studien haben wiederholt nachgewiesen, dass das gedruckte Wort einfacher und besser verstanden und auch gemerkt wird als das digitale. Ohnehin ist das Handy, der Spitzenreiter unter den Endgeräten, heute ein Arbeitsmittel und für entspanntes Lesen schon deshalb nicht geeignet: bzzzt, der Vereinsvorsitzende, dingeling, der Chef usw. ad infinitum. Kurzum: Das Gerät ist häufig negativ besetzt, denn es verursacht Stress. Keine gute Basis für Lesevergnügen.
Die meisten Leserinnen und Leser widmen sich der Zeitung aus Neugier, einer der wichtigsten aller menschlichen Eigenschaften. Die Wissenschaft begreift Medien darum auch als Wahrnehmungsinstrumente. Ein solches ist die gedruckte Zeitung – auch ohne Strom, ohne Netz und vor allem ohne Ablenkung. Positiver Nebeneffekt: Man kann Zeitungen problemlos auf Demos verteilen. Mit Handys oder Tablets wird das teuer.
Soweit zur technischen Seite. Letztlich zählt natürlich etwas anderes, und das ist der Inhalt. Sogar die Rechtspostille Junge Freiheit hat einen Nutzwert – zum Einwickeln von Fisch oder zum Aufwischen von Vergossenem zum Beispiel. Dafür müsste das Papier übrigens nicht einmal bedruckt sein. Die junge Welt kann natürlich ebenfalls eine solche Zweitverwendung finden. Doch vorher gilt es, die Schätze zu heben, die sich in jeder Ausgabe verbergen. Denn eins ist klar: Auch wenn nicht jeder Artikel bei jeder Leserin und jedem Leser Anklang finden mag – unsere Inhalte helfen im Alltag. Allein deshalb, weil in der jW fundierte Gegenpositionen zum allgemeinen Einheitsbrei zu lesen sind. Davon haben übrigens nicht nur Linke etwas, das nützt allen, die ihre Argumentation schärfen und ihre Position bestimmen wollen.
Mark Twain fand: »Die Wahrheit ist unser kostbarstes Gut. Gehen wir sparsam damit um.« Wir hingegen rufen zu verschwenderischem Umgang mit ihr – also der Wahrheit – auf. Und bitten unsere Leserinnen und Leser, dabei mitzuwirken. Teilen Sie freigiebig, knausern Sie nicht – empfehlen Sie die jW, geben Sie ihren Erkenntnisvorsprung weiter! Unsere aktuelle Aktion bietet einen guten Anlass, die Zeitung zu verschenken, bekannter zu machen, in Umlauf zu bringen.
Wer an kritischer Öffentlichkeit interessiert ist, greift mit Gewinn zur jW. Ein Abo hat dann den netten Nebeneffekt, dass die junge Welt ihre Arbeit unbeirrt fortsetzen, womöglich sogar ausweiten kann. Wir empfehlen aus genannten Gründen das Printabo. Unser – den Abonnentinnen und Abonnenten wahrscheinlich längst bekanntes – Ziel lautet: Die gedruckte Zeitung bleibt! Da wir gleichzeitig einem nach rechts rückenden Staat trotzen müssen, zählt gerade jetzt jedes Abo. Worauf warten Sie?
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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