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Nahostkonflikt

Hilfskonvoi für Gaza von israelischen Siedlern angegriffen

Foto: Amr Abdallah Dalsh/Reuters
Am Grenzübergang von Rafah warten Lkws auf die Genehmigung zur Weiterfahrt nach Gaza (6.8.2025)

Amman. Ein 30 Lastwagen umfassender jordanischer Hilfskonvoi auf dem Weg in den Gazastreifen ist nach Regierungsangaben aus Amman am Mittwoch von israelischen Siedlern angegriffen worden. Die jordanische Nachrichtenagentur Petra berichtet unter Berufung auf Informationsminister Mohammed Momani, dass Angreifer die Straße blockiert hätten. Die Fahrzeuge seien mit Steinen beworfen worden, vier Lastwagen wurden beschädigt. Die Weiterfahrt des Konvois habe sich um Stunden verspätet. Es war bereits der zweite derartige Vorfall innerhalb weniger Tage. Am Sonntag hatten ähnliche Angriffe zwei Hilfslaster zur Umkehr nach Jordanien gezwungen.

Attacken und Hürden

Momani warf Israel vor, Siedlergewalt nicht entschieden zu unterbinden, und forderte die Behörden zum Einschreiten auf. Neben den Attacken kritisierte der jordanische Minister die logistischen Hürden für Hilfslieferungen in den Gazastreifen. Darunter seien lange Inspektionszeiten, begrenzte Öffnungszeiten an den Übergängen, komplizierte Antragsverfahren und neueste Zollgebühren von bis zu 400 US-Dollar pro Lkw. Die Fahrt von Amman nach Gaza dauere aufgrund von Beschränkungen und gezielten Verzögerungen mittlerweile bis zu 36 Stunden, statt wie früher rund zwei Stunden. (dpa/jW)

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Erschienen am 07.08.2025, Ausland

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