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Verkauf der konzerneigenen Mercedes-Autohäuser hat begonnen

Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Mercedes lässt seine Kraftfahrzeuge fortan vollständig von Dritten an die zahlungskräftige Kundschaft bringen: Fahrzeug vor einer Niederlassung in Stuttgart (19.2.2024)

Stuttgart. Der Verkauf der konzerneigenen Autohäuser von Mercedes-Benz in Deutschland hat begonnen. »Mit der Unterzeichnung der Verträge für den Verkauf der Niederlassung in Neu-Ulm ist jetzt der Startschuss für die planmäßige Umsetzung erfolgt«, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Sterne Gruppe GmbH habe den Zuschlag für das Autohaus mit rund 200 Beschäftigten erhalten. Das Unternehmen betreibe bereits 15 Mercedes-Standorte in Süddeutschland und habe ein langfristiges Konzept für Neu-Ulm. Anfang 2024 war bekannt geworden, dass der Stuttgarter Konzern den Verkauf seiner Autohäuser erwägt. Eine Prüfung habe ergeben, dass ein Verkauf Sinn mache, hatte das Unternehmen mitgeteilt. Damit soll der Vertrieb »zukunftsfähig« gemacht werden. Mögliche Käufer müssten demnach mehrere Voraussetzungen erfüllen – darunter Handelsexpertise, unternehmerische Kompetenz, wirtschaftliche Stärke, Investitionsbereitschaft und Aufgeschlossenheit gegenüber Belegschaftsvertretungen. An reine Finanzinvestoren solle nicht verkauft werden.

Betroffen sind nach früheren Angaben von Mercedes-Benz etwa 8.000 Menschen in Deutschland, die in rund 80 Betrieben beschäftigt sind. Gesamtbetriebsratschef Ergun Lümali hatten den Schritt nach Bekanntwerden zunächst mit scharfen Worten kritisiert und Widerstand angekündigt. Die Pläne seien ein »Schlag ins Gesicht«. Nach Protesten der Beschäftigten verkündete Mercedes im vergangenen Sommer eine Einigung mit dem Gesamtbetriebsrat auf wesentliche Eckpunkte für mögliche Betriebsübergänge zu potenziellen Erwerbern. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen am 01.07.2025, Kapital & Arbeit

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