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Urteil im Prozess um Munitionsaffäre

Dresden. Im Prozess um den Munitionsskandal des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen von 2021 hat das Landgericht Dresden einen der drei angeklagten Beamten verurteilt. Es sprach den Mann wegen veruntreuender Unterschlagung sowie Bestechlichkeit schuldig und verhängte 10.800 Euro Geldstrafe, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Die anderen beiden Polizisten wurden freigesprochen. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

2021 war bekanntgeworden, dass ein Einsatzkommando des LKA im Herbst 2018 ohne Erlaubnis an einem Schießtraining auf dem von Frank T., der dem rechtsterroristischen »Nordkreuz«-Netzwerk zugerechnet wird, betriebenen Schießplatz in Güstrow teilgenommen hatte. Dafür haben die Täter mit mindestens 7.000 Schuss Munition aus LKA-Beständen bezahlt. Weitere rund 7.500 Schuss LKA-Munition sollen für das Schießtraining benutzt worden sein. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.03.2025, Seite 4, Inland

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