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CO2-Emissionen durch Privatflüge stark gestiegen

Foto: Uwe Zucchi/dpa
Privatjetflotte ruht sich nach harter Arbeit an der globalen Erwärmung aus

Kalmar. Binnen weniger Jahre ist der CO2-Ausstoß durch Privatflüge einer Studie zufolge um fast die Hälfte gestiegen. Zwischen 2019 und 2023 hätten die direkten Emissionen um 46 Prozent zugelegt, von 10,7 auf 15,6 Millionen Tonnen, heißt es im Fachjournal Communications Earth & Environment. Oft werden die Maschinen für kurze Strecken genutzt, die leicht mit Auto oder Bahn zurückzulegen wären.

»Die Studie untermauert, dass die Superreichen einen riesigen CO2-Fußabdruck haben«, erklärte Nora Wissner vom Öko-Institut Berlin, die selbst nicht an der Analyse beteiligt war. Privatjet-Besitzer seien überwiegend ältere Männer über 55 Jahre, die im Bank-, Finanz- oder Immobilienwesen arbeiten. Die Studie belege auch, dass ein wesentlicher Teil der Privatjet-Flüge für Freizeit- und Urlaubstrips genutzt wird. »Angesichts wachsender Ungleichheit und zunehmender Klimakrise sollten wir den privaten Flugverkehr daher stärker regulieren.«

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Nur 0,003 Prozent der Weltbevölkerung nutzen den Angaben zufolge Privatflugzeuge. Deren CO2-Ausstoß mache etwa 1,8 Prozent der Emissionen der kommerziellen Luftfahrt aus. »Um den wachsenden Klimaauswirkungen des Sektors Rechnung zu tragen, sind Regulierungen erforderlich«, lautet der Studie. (dpa/jW)

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Erschienen am 08.11.2024, Kapital & Arbeit

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