-
28.10.2024
- → Inland
ARD und ZDF kritisieren »Reformstaatsvertrag«
Köln. Die Rundfunkanstalten ARD und ZDF haben den Aufschub einer Entscheidung der Landesregierungen zum Rundfunkbeitrag kritisiert. Ein Beschluss zur Erhöhung zum 1. Januar 2025 wäre »hilfreich gewesen«, sagte der ARD-Vorsitzende und SWR-Intendant Kai Gniffke am Sonntag im Deutschlandfunk. Die Sendergruppe werde prüfen, »was das für die ARD bedeutet; inhaltlich und juristisch«. ZDF-Intendant Norbert Himmler kritisierte, künftig »weniger Ausspielwege zur Verfügung« zu haben. Durch die Zusammenlegung von Spartenkanälen und das verschärfte Verbot der »Presseähnlichkeit« öffentlich-rechtlicher Angebote im Internet seien junge Menschen nur noch eingeschränkt erreichbar. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!