-
26.10.2024
- → Feuilleton
Bei freiem Eintritt
Pläne für ein Eintrittsgeld für die Pariser Kathedrale Notre-Dame haben in Frankreich für Diskussionen gesorgt. Frankreichs Kulturministerin Rachida Dati hatte angeregt, nach der feierlichen Wiedereröffnung von Notre-Dame am 7. Dezember von Touristen eine Eintrittsgebühr von fünf Euro zu verlangen. Den Vorschlag habe sie bereits dem Erzbischof von Paris gemacht, wie sie dem Figaro sagte. Mit den erwarteten 75 Millionen Euro könnten Erhalt und die Renovierung andere Sakralbauten finanziert werden, so Dati.
Bislang war der Eintritt in die Kathedrale kostenlos, mit Ausnahme der Türme. In Frankreich garantiert das Gesetz der Trennung von Kirche und Staat den freien und offenen Zugang zum Gottesdienst für alle. Die Diözese von Paris erteilte dem Vorschlag aber nach der Veröffentlichung des Interviews eine Absage. Denn eine der Hauptmissionen der Kirche sei es, alle Menschen bedingungslos aufzunehmen, unabhängig von ihrer Religion oder ihrem Glauben, ihren Ansichten und finanziellen Mitteln. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!