-
13.08.20241 Leserbrief
- → Inland
RWE startet Pilotprojekt für »grünen« Wasserstoff
Lingen. Energiekonzern RWE hat auf dem Gelände des Gaskraftwerks Emsland eine erste Anlage zur Herstellung von »grünem« Wasserstoff in Betrieb genommen. Bei der Eröffnung waren am Montag unter anderem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) anwesend. Die Anlage in Lingen im Emsland verfügt nach Konzernangaben über eine Leistung von 14 Megawatt und kann mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen pro Stunde bis zu 270 Kilogramm »grün« genannten Wasserstoff erzeugen. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt mit acht Millionen Euro. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
-
Onlineabonnent*in Heinrich H. aus Stadum 13. Aug. 2024 um 00:00 UhrAalsoo: Wir setzen 14 Megawattstunden (grünen) Stromes ein und erzeugen 8,91 Megawattstunden (grünen) Wasserstoff (1 Kilogramm Waserstoff stellt 33 Kilowatstunden Energie zur Verfügung, https://www.dihk.de/resource/blob/24872/fd2c89df9484cf912199041a9587a3d6/energie-dihk-faktenpapier-wasserstoff-data.pdf). Da werden 63,4 Prozent der elektrischen in chemische Energie umgewandelt. Nach meinem Verständnis der Lektüre von https://www.bveg.de/wp-content/uploads/2022/06/20220610_DBI-Studie_Wasserstoff-speichern-soviel-ist-sicher_Transformationspfade-fuer-Gasspeicher.pdf gehen 2 Prozent des Wasserstoffs durch die Speicherung verloren, bleiben also 61,4 Prozent der Enerige, bis sie da ankommt, wo sie gebraucht wird. Der Energieaufwand für den Transport ist wie groß? Einige Spezialisten wollen bei Bedarf Wasserstoff zur Stromgewinnung verfeuern. Mit »H2-ready« geht es so weiter: »Nachteilig ist ihr eher geringer Wirkungsgrad von 40 Prozent.« (https://www.klimareporter.de/strom/wasserstoff-turbine-noch-ohne-wasserstoff). Für eine Kilowattstunde Strom aus H2-ready brauchen wir vier Kilowattstunden grünen Strom. Da darf es also nicht viele Dunkelflauten geben. Vielleicht wäre es doch besser, den grünen Wasserstoff dort einzusetzen, wo es zweckmäßig ist...
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!