-
13.08.20241 Leserbrief
- → Ausland
Erklärung zu Nahost aus Berlin, London und Paris
Paris. Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben in einer gemeinsamen Erklärung vom Montag eine sofortige Waffenruhe im Gazastreifen gefordert. Bei der Verhandlung einer Feuerpause dürfe es »keine weitere Verzögerung« geben, betonten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premier Keir Starmer. »Die Kämpfe« müssten enden und die von der Hamas festgehaltenen Geiseln freigelassen werden. Eine Benennung der Verantwortlichkeit Israels für das Morden in Gaza und die Eskalation in der Region fehlte jedoch komplett. Statt dessen: Maßregelung des Iran. Das Land und dessen Verbündete sollten die Spannungen in der Region nicht durch Angriffe weiter anheizen. »Kein Land und keine Nation« würden von einer weiteren Eskalation im Nahen Osten profitieren, hieß es in der Erklärung weiter. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
-
Onlineabonnent*in Heinrich H. aus Stadum 13. Aug. 2024 um 15:03 UhrEine gewisse Restintelligenz muss man den Verfassern der Erklärung schon zugestehen. Welches Land profitiert davon, bei der gegenwärtigen Eskalationsstufe zu bleiben?
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!