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02.08.2024
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Für Profis
Paris. Sebastian Coe, Chef des Leichtathletikweltverbands World Athletics (WA), hat die erstmalige Ausschüttung von Preisgeld an Leichtathletikolympiasieger in Paris verteidigt. »Ich finde daran nichts besonders merkwürdig«, sagte er am Donnerstag bei der Pressekonferenz zum Auftakt der Leichtathletikwettbewerbe.
Der Weltverband hatte im vergangenen April angekündigt, ab den Sommerspielen in Paris jede der 48 Leichtathletikgoldmedaillen mit 50.000 US-Dollar zu prämieren. Ab Los Angeles 2028 sollen alle Leichtathletikmedaillengewinner durch WA ein Preisgeld erhalten – ein Novum in der 128jährigen Geschichte der Olympischen Spiele der Neuzeit.
»Ich bin wirklich überrascht, dass die Leute den Zusammenhang zwischen Profisportlern, die sich wohlfühlen und für deren Wohlergehen gesorgt wird, und ihrer Fähigkeit, mit Leistungen das Profil des Sports zu schärfen und zu den Einnahmen aus Übertragungen und Sponsoring beizutragen, nicht sehen«, führte Coe aus.
An dem WA-Vorstoß hatte es viel Kritik gegeben. Das Geld wird aus den insgesamt 2,4 Millionen US-Dollar bereitgestellt, die der Leichtathletikweltverband alle vier Jahre als Gewinnbeteiligung vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) erhält. Das IOC selbst schüttet kein Preisgeld an Olympiasieger aus. (dpa/jW)
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