Zum Inhalt der Seite

Bund muss Maskenfirma 86 Millionen Euro zahlen

Köln. Im Streit mit einem Maskenlieferanten hat der Bund eine juristische Niederlage erfahren. Die BRD wurde zur Zahlung von rund 86 Millionen Euro plus Zinsen verurteilt, teilte das Kölner Oberlandesgericht (OLG) am Freitag mit. Geklagt hatte die Handelsfirma ILTS, die im Frühjahr 2020 nach Ausbruch der Coronapandemie an einer offenen Ausschreibung teilgenommen hatte, in der das CDU-geführte Gesundheitsministerium hohe Preise versprochen hatte. Daraufhin bekam der Bund von einer Fülle an Händlern viel mehr Schutzmasken als gedacht. Bei einem großen Teil der Ware verweigerte das Ministerium später die Annahme. Das war aus Sicht des OLG Köln nicht rechtmäßig. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.07.2024, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!