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Weißes Haus dementiert Bericht zu Rückzugsgedanken Bidens

Foto: Gerald Herbert/AP/dpa
Die Ehefrau klatscht noch Beifall, die liberale Presse nicht mehr: US-Präsident Biden (Atlanta, 27.6.2024)

Washington. Das Weiße Haus hat mit deutlichen Worten einen Bericht der New York Times zurückgewiesen, der suggeriert, dass US-Präsident Biden über einen Rückzug aus dem Rennen um die Präsidentschaft nachdenkt. »Diese Behauptung ist absolut falsch«, teilte ein Sprecher der Regierungszentrale auf Anfrage mit. »Wenn uns die New York Times mehr als sieben Minuten Zeit gegeben hätte, das zu kommentieren, hätten wir ihnen das auch so gesagt.« In dem Bericht der Zeitung heißt es, Biden habe mit einem »wichtigen Verbündeten« darüber gesprochen. Diesem zufolge habe der 81jährige gesagt, dass er wisse, dass seine Kandidatur möglicherweise nicht mehr zu retten sei, wenn er die Öffentlichkeit in den kommenden Tagen nicht von seiner Eignung als Präsidentschaftskandidat überzeugen könne. Biden will sich am Mittwoch mit demokratischen Gouverneuren treffen, um deren Unterstützung zu sichern. Am Freitag will er ein Fernsehinterview geben. Zudem sind in den kommenden Tagen Wahlkampfauftritte in Wisconsin und Pennsylvania geplant. In der kommenden Woche will er eine Pressekonferenz beim NATO-Gipfel in Washington geben.

Kurz nach Erscheinen des New York Times-Berichtes veröffentlichte der US-Sender CNN ebenfalls unter Berufung auf einen Verbündeten einen Bericht mit ähnlichem Inhalt. Dabei war unklar, ob es sich bei der Person um die gleiche Quelle handelte. Die Frage, welche Stellungnahme das Weiße Haus dazu abgeben wolle, beantwortete der Sprecher kurz angebunden: »Dieselbe.« (dpa/jW)

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Erschienen am 04.07.2024, Ausland

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