Zum Inhalt der Seite
Kunst

Platz schaffen

Auch die Auswahl der Kunstwerke am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York muss diplomatisch, mit Mehrheitsabstimmungen und einem strengen Protokoll folgend ablaufen. »Jedes Mal, wenn ein Mitgliedsland ein neues Kunstwerk anbietet, muss eine Kommission darüber entscheiden – denn es gibt hier auch einfach keinen Platz mehr«, sagt Silmara Roman. Die Brasilianerin führt seit rund zwei Jahren Besucher durch den Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York.

Der 1951 fertiggestellte Gebäudekomplex im Osten Manhattans direkt am East River wurde von rund einem Dutzend Architekten unter der Leitung von Le Corbusier und Oscar Niemeyer entworfen. Nach ihrer Eröffnung bat der zweite UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld die Mitgliedsländer um Kunst für die neue Sammlung. Inzwischen sind Arbeiten von berühmten Künstlern wie Henry Moore, Barbara Hepworth, Marc Chagall oder Fernand Léger in den Räumen zu sehen. 128 der 193 UN-Mitgliedsländer hätten bereits Werke gespendet, heißt es von der zuständigen Kommission. Rund 60 würden derzeit im Keller gelagert. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 10.06.2024, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!