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Mediengeschichte

O. J. Simpson tot

Der frühere American-Football-Star O. J. Simpson ist tot. Wie seine Familie mitteilte, erlag er am Mittwoch im Alter von 76 Jahren einem Krebsleiden. Simpson gehörte in den 1970er Jahren bei den Buffalo Bills und den San Francisco 49ers zu den besten Runningbacks der NFL, wurde 1973 zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt. 1978 beendete er seine Sportkarriere und wurde Schauspieler, legendär ist seine Rolle als Detective Nordberg in den »Die nackte Kanone«-Komödien. Weltberühmt wurde Simpson schließlich, als er 1994 angeklagt wurde, seine Exfrau Nicole Brown Simpson und ihren Begleiter Ronald Goldman ermordet zu haben. Seine Flucht in einem weißen Ford Bronco vor 20 Polizeiautos in Beverly Hills wurde live im US-Fernsehen übertragen. In einem spektakulären Indizienprozess wurde Simp­son freigesprochen, landete aber später wegen eines Raubüberfalls in Las Vegas dennoch im Gefängnis. 2017 wurde er entlassen. Simpson kokettierte öffentlich damit, doch des Mordes schuldig zu sein. Der Fünfteiler »O. J. Simp­son – Eine amerikanische Saga« von Regisseur Ezra Edelman wurde 2017 mit einem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. In dem Film wird auch die Rolle des Rassismus in den USA für die öffentliche Wahrnehmung und Vorverurteilung des Schwarzen Simpson reflektiert. (sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.04.2024, Seite 10, Feuilleton

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