In der Schwebe
Die geplante Übernahme von Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount bleibt vorerst noch in der Schwebe. Eine Richterin setzte den Prozess zu Wettbewerbsklagen mehrerer US-Bundesstaaten und der Drehbuchautorengewerkschaft auf Anfang März kommenden Jahres an.
Für Paramount macht das den bereits rund 111 Milliarden US-Dollar (rund 96 Milliarden Euro) schweren Deal noch etwas teurer. Um die Warner-Aktionäre zu überzeugen, sagte die Paramount-Spitze um Konzernchef David Ellison ihnen zusätzliche Zahlungen von rund 650 Millionen US-Dollar pro Quartal zu, wenn die Übernahme bis Ende September nicht unter Dach und Fach sein sollte. Damit ist sehr wahrscheinlich, dass Paramount mindestens 1,3 Milliarden Dollar mehr zahlen muss.
Zudem wird dann die Zeit knapp. Die Unternehmen hatten sich eine Frist bis zum 4. Juni 2027 gesetzt, um die Übernahme abzuschließen. Verstreicht sie, kann Warner Brothers den Deal aufkündigen und von Paramount eine Vertragsstrafe von sieben Milliarden US-Dollar verlangen. Zugleich könnten die Firmen die Frist aber verlängern.
Paramount setzte den Warner-Kauf nach den Wettbewerbsklagen aus. Zuvor hatte Richterin Araceli Martínez-Olguín signalisiert, dass sie Argumente für eine einstweilige Verfügung gegen den Abschluss des Deals sieht. Die Übernahme soll nun erst nach einer Entscheidung zu den Klagen oder spätestens am 1. Juni 2027 weiter vorangetrieben werden. (dpa/jW)
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