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Nachschlag: Mal wieder das Nachsehen

→ Deutschland heute. Di., 14.10 Uhr, DLF

Foto: Matthias Oesterle/ZUMA Press Wire/IMAGO
So einfach wie dieser Tester bei einem Kongress in Barcelona werden es die meisten Benutzer potentiell Betroffenen nicht machen (2.3.2026)

Wie progressiv wäre es doch, wenn Technik einmal dazu benutzt würde, um Frauen zu schützen: vor Gewalt, Diskriminierung, Sexualisierung usw. Aber nein, es müssen natürlich Spielereien entwickelt werden, die so eigentlich niemand braucht und ein Einfallstor für oben Genanntes bieten. Aktuellstes Beispiel: »Smart Glasses« – mit Kamera und Mikrophon sowie KI-Technologie von Meta, hält der Beitrag im Deutschlandfunk fest. Regulieren mag man Techkonzerne ja nicht so gerne, also müssen Frauen selbst vorsorgen – mal wieder. Wenn sie nicht wollen, dass sie als sexualisiertes Objekt im Netz landen, bleibt ihnen nur, wachsam (kaum möglich, da Aufnahmen nur durch eine Mini-LED angezeigt und leicht vertuschbar sind) zu sein und auf die Funktionsfähigkeit von Apps wie »Nearby Glasses« zu hoffen. Ach ja, und die Expertin rät: den Filmenden ansprechen und um Löschung bitten, sehr niedrigschwellig. Aber Hauptsache, Frau bleibt beschäftigt mit ihrer eigenen Unversehrtheit und kommt nicht auf dumme Gedanken. (si)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.08.2026, Seite 14, Feuilleton

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