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SA-Parole: Weitere Anklage gegen Höcke

Halle. Die Staatsanwaltschaft Halle hat eine weitere Anklage gegen den Thüringer AfD-Fraktions- und Landesvorsitzenden Björn Höcke erhoben. Ihm werde das Verwenden von Kennzeichen einer Organisation der Nazis zur Last gelegt, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch vergangener Woche mitteilte. Höcke soll die verbotene Losung »Alles für Deutschland!« bei einer Veranstaltung der AfD in Gera im Dezember erneut verwendet haben. Dabei handelt es sich um einen Ausruf der Sturmabteilung (SA), der paramilitärischen Kampforganisation der NSDAP. Dabei soll Höcke als Redner den Angaben zufolge den ersten Teil der Losung »Alles für« selbst ausgesprochen und das Publikum durch Gesten animiert haben, »Deutschland« zu rufen. »Der Angeschuldigte hat sich bislang nicht zur Sache eingelassen«, hieß es.

Die Staatsanwaltschaft hat beantragt, das Verfahren zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung mit einem bereits beim Landgericht Halle anhängigen Verfahren zu verbinden. Weil er den Spruch bereits Ende Mai 2021 in einer Rede in Merseburg in Sachsen-Anhalt genutzt haben soll, hatte die Staatsanwaltschaft Halle Anklage erhoben. Ab Mitte April muss sich Höcke vor dem Landgericht in Halle verantworten. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.04.2024, Seite 15, Antifaschismus

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