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Anklage gegen Kurz will Bewährung

Wien. Im Prozess gegen Österreichs Exkanzler Sebastian Kurz wegen einer mutmaßlichen Falschaussage hat die Staatsanwaltschaft eine Bewährungsstrafe sowie eine Geldstrafe gefordert. »Selten war ein Fall der Falschaussage so klar gelagert«, sagte Oberstaatsanwalt Gregor Adamovic am Freitag in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Wien. Der ehemalige Regierungschef habe sehr wohl aktiven Einfluss auf die Besetzung des Chefpostens bei der Staatsholding ÖBAG mit seinem Vertrauten Thomas Schmid genommen. Nach dem Plädoyer der Verteidigung sollte nach jW-Redaktionsschluss das Urteil ergehen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.02.2024, Seite 7, Ausland

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