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Klimakrise

Amazonasgebiet vor Kippunkt

Florianópolis. Der Regenwald des Amazonasbeckens ist ein gigantischer Kohlenstoffspeicher. Indem er der Erdatmosphäre ihr CO2 entzieht, kühlt er sie auch. Mit dem Klimawandel droht der Regenwald als System jedoch zu kollabieren – längere Dürren und kurzer, übermäßig starker Regen stören das Gleichgewicht. Der Regenwald droht daher einen Kippunkt zu erreichen. Bislang ging allerdings die Forschung davon aus, dass dieser Punkt noch lange nicht erreicht sein wird. Eine Forschungsgruppe um Bernardo Flores von der Federal University of Santa Catarina in Brasilien hat nun genauer ermittelt, wann der Punkt erreicht sein könnte. Das berichtete das naturwissenschaftliche Magazin Nature. Die Wissenschaftler untersuchten fünf Entwicklungen: Erderwärmung, jährliche Regenmenge, saisonale Regenmenge, Trockenzeiten und Abholzung. Anhand dieser fünf Entwicklungen erstellten sie eine Modellrechnung, der zufolge das Gebiet bereits 2050 seinen möglicherweise irreversiblen Kippunkt erreichen könnte. Bis zur Hälfte der Waldfläche könnte dann unter Wassermangel leiden, der Wald würde austrocknen, zahlreiche Arten wären vom Aussterben bedroht. Der Regenwald des Amazonas gilt als eines der Gebiete mit der größten Artenvielfalt weltweit. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.02.2024, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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