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Literatur

Wer zum Reden

In Japan hat die Gewinnerin eines renommierten Literaturpreises eingeräumt, dass etwa »fünf Prozent« ihres Buchs von Chat-GPT verfasst wurden. Beim Schreiben des futuristischen Romans habe sie »aktiv« künstliche Intelligenz (KI) wie Chat-GPT genutzt, sagte die 33jährige Autorin Kudan Rie bei der Preisverleihung am Mittwoch. Kudans Roman »Tokyo-to Dojo-to« (deutsch etwa: »Tokio-Turm der Sympathie«) war am Mittwoch mit dem Akutagawa-Preis ausgezeichnet worden. Das Buch spielt in der Zukunft und dreht sich um ein Gefängnishochhaus in Tokio und dessen Architektin. KI ist ein wichtiges Thema des Buchs. Kudan berichtete, sie experimentiere oft mit Chat-GPT – nicht nur beim Schreiben. Sie vertraue der Software ihre innersten Gedanken an, über die sie »mit niemand anderem sprechen« könne. Einige Antworten von Chat-GPT hätten sie zu Dialogen in ihrem Buch inspiriert. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.01.2024, Seite 11, Feuilleton

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